Von "dsg" zur ROSTRA
"Das Stadtgymnasium" wurde zum "dsg", weil die Abkürzung peppiger klang als der recht umständliche, konservativ anmutende Urname. Der Weg vom letzteren
zur Rostra ist jedoch ein wenig komplizierter und gesäumt von journalistischem Kleinkrieg , Rufschädigung und verbalen Schlammschlachten zwischen der „dsg“ und
der "Nonym", die sich 1975 aufgrund diverser Meinungsverschiedenheiten abgespalten hatte:
Besagte Rufschädigung gehörte zur Taktik der "Nonym", die mit allen Mitteln versuchte, der "dsg" zu schaden, und das alles wegen eines Streites um die Frage,
welche Redaktion denn nun die rechtmäßige Nachfolge der „Das Stadtgymnasium“ angetreten habe. Der "Krieg der Köpfe" fand sein Ende, als die „Nonym“ nach
der neunten Ausgabe wieder verschwand, ein weiteres Beispiel für journalistischen Darwinismus (survival of the fittest).
Es entzieht sich meiner Kenntnis, zu welchem
Zeitpunkt sich die „dsg“ den Namen „Rostra“ gab, fest steht jedoch, daß dies eine Folge des Streites mit der Nonym war, die mit juristischen Schritten drohte, da ihr
nach eigener Aussage der Name "dsg" zustände.
Dieser Name paßt insofern zu unserer Schule, als daß er auf die altsprachliche Ausrichtung verweist. Zum anderen impliziert seine Bedeutung die freie
Meinungsäußerung, (die übrigens immer noch an erster Stelle der Prioritäten dieser Zeitung steht): "Rostra" hieß das Rednerpult im alten Rom, dessen Zugang
keinem verwehrt wurde. Dieser Aspekt fällt bei vielen Ausgaben der Rostra sofort ins Auge, wenn man das Inhaltsverzeichnis aufschlägt und einem das Layout in
Form des Satzes "Rostra will eine Brücke für alle Meinungen sein!", entgegenleuchtet.
Neben ihrer Funktion als Sprachrohr der Schüler bietet sie letzteren eine Menge Möglichkeiten, im journalistischen Arbeitsfeld Erfahrungen zu sammeln, die
besonders dann von Vorteil sind, wenn man nach der Schule in das Zeitungswesen einsteigen möchte: Man lernt, wie man recherchieren muß, um an die
gewünschten Informationen heranzukommen, wie der Umbruch einer Zeitung abläuft und last but not least bekommt man ganz nebenbei mit, wie ein guter Artikel
auszusehen hat. Um meine Eigenwerbung in Sachen Engagement noch ein wenig voranzutreiben (nicht mehr lange, gleich fallen die Bälle...): "Teamwork" ist ein
Begriff, der normalerweise groß geschrieben wird, und es schadet sicher nicht, wenn man hin und wieder zur Kenntnis nimmt, daß auf diesem Planeten auch noch
andere menschliche Spezies vor sich hin vegetieren, auf die man gegebenenfalls etwas Rücksicht nehmen muß.
weiter...
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